Zusammenfassung
- Es gibt keinen „guten“ oder „schlechten“ CPC in Euro. Es gibt nur: Verdienst du mit deiner Werbung Geld oder nicht?
- Selbst 0,01 € pro Klick ist zu teuer, wenn du mit diesen Klicks kein Geld verdienst.
- Der Klickpreis ist Ergebnis einer Auktion und repräsentiert (ungefähr) die Kosten, zu denen der effizienteste Werbetreibende noch profitabel ist.
- Du bietest bei Google tatsächlich schon lange nicht mehr auf „Keywords“, sondern auf individuelle Nutzer. Hochwertige, kaufstarke Zielgruppen sind teurer. Wer billige Klicks jagt, kauft an der Resterampe des Lead-Marktes.
- Fast alle wollen viel zu früh „den CPC senken“. Viel entscheidender für profitable Ads sind Conversion-Rate und Customer Lifetime Value.
Warum die Frage „Was ist ein guter CPC?“ in die Irre führt
Wenn die Google Ads nicht performen, ist oft die erste Intention:
„Wir zahlen zu viel an Google! Wir müssen den Klickpreis senken!“
Klingt logisch. Ist es aber nicht.
Stell dir vor, du würdest nur 1 Cent pro Klick zahlen. Klingt traumhaft.
- Wenn daraus 0 Anfragen werden, ist auch der EINE Cent zu viel.
- Wenn daraus 5 Anfragen werden, die alle nichts kaufen, ist der eine Cent auch zu viel.
Das heißt:
Selbst 1 Cent pro Klick ist zu teuer, wenn du mit diesen Klicks kein Geld verdienst.
Die Frage „Was ist ein guter CPC?“ oder „Wie kann ich den CPC senken?“ ist also die falsche Frage.
Die richtige Frage lautet:
„Wo muss ich meinen Google Ads Prozess verbessern, damit die Profitabilität steigt?“ (Hinweis: Es ist fast nie der CPC).
Was ist ein „normaler“ CPC? (In Märkten, in denen Geld verdient wird)
Wenn sich jemand mit Ads nicht auskennt, heißt es oft:
„2 Euro pro Klick – das ist aber schon teuer.“
Realistisch in Deutschland würde ich sagen:
- In Märkten, in denen wirklich Geld verdient wird, sind 5–10 Euro pro Klick eher normal als teuer.
- „Teuer“ beginnt ab 15€
- Für Keywords wie „Google Ads Agentur“ liegen Klickpreise leicht bei 40–45 Euro. Pro Klick.
Diese Akquisekosten müssen erst wieder rein geholt werden…
Wichtiger Punkt:
Die Höhe des CPC lässt abschätzen, ob in dem Markt Geld verdient wird oder nicht. Bei alles unter 2-3 Euro bin ich skeptisch.
Und wer das nicht glaubt, kann ja mal über den großen Teich schauen.
Grob gesagt: Der deutsche Markt hängt beim Thema Google Ads Jahre hinter den USA.
In den USA werden für Suchbegriffe wie „Wirtschaftsrechtsanwalt“ oder „Wirtschaftsrechtskanzlei“ teils 200–300 Euro pro Klick bezahlt.
Ja, richtig.
Pro KLICK.
Nicht pro Lead.
Noch mehr gefällig? Hier die teuersten Keywords, die ich auf die Schnelle gefunden habe. Viel Spaß beim Verdauen 🙂
| Suchwort | Kosten pro Klick [US $] |
| Truck accident lawyer | 555 |
| Maritime lawyer | 367 |
| Accident attorney | 318 |
| Accident lawyer | 296 |
| Auto accident lawyer | 276 |
Das heißt, hier zahlen Firmen mal eben 500€ pro Klick an Google! Das sind absolut wahnwitzige Budgets.
Aber: Bei Leuten, die 800US$++ pro Stunde abrechnen, oder millionenschwere Schadensersatz-Deals führen, lohnt sich das hinten raus trotzdem.
(Und hey, Googles Quartalsumsatz von ~100 Mrd. US-Dollar muss ja irgendwo her kommen…)
Ob wir in Deutschland exakt dort landen, ist offen. Aber zwei Dinge sind klar:
- Zwei Euro pro Klick sind das untere Ende des Preisspanne.
- Die Richtung geht mittel- und langfristig nach oben – nicht nach unten.
Du bietest nicht auf Keywords, sondern auf Intention.
Früher war Google Ads einfach:
- Du hast ein Keyword gewählt.
- Du hast einen Preis pro Klick eingetragen, den du bereit bist zu zahlen.
- Fertig.
Heute ist das anders. Wenn heute jemand etwas sucht, dann bewertet Google vor allem eines:
Wie relevant ist dieser Nutzer für welchen Werbetreibenden?
Relevanz bedeutet dabei zum Beispiel:
- Wie hoch ist die Kaufwahrscheinlichkeit?
- Passt der Nutzer überhaupt zu deinem Angebot?
- Welche Kaufkraft hat dieser Nutzer ungefähr?
- Wie hat sich dieser Mensch in der Vergangenheit verhalten? (Suchen, Käufe, Reisen, Standorte usw.)
Beispiel?
Bitte.
Stell dir vor, zwei Firmen bieten auf das Keyword „Golfschläger kaufen“:
- Ein Anbieter für Custom-Made-Golfschläger für 15.000 Euro pro Stück.
- Ein großer Sportartikelhändler mit üblicher Ware.
Peter sucht jetzt „Golfschläger kaufen“.
Google weiß über Peter:
- Peter hat sich im letzten halben Jahr intensiv mit Golfschlägern, den Vor- und Nachteilen, verschiedenen Modellen und Herstellern auseinander gesetzt. (Alles offensichtlich zu lesen in seiner Suchhistorie)
- In seinen Urlauben befindet sich sein Handy (er!) oft auf Golfplätzen und dort in den VIP Bereichen.
- Er bewegt sich oft in Gegenden mit hoher Kaufkraft.
- Er wohnt in einem bekannten Villenviertel in Hamburg. (Sein Handy ist Nachts quasi immer dort)
- Er kauft regelmäßig teure Produkte (und nutzt dazu GooglePay).
Schlussfolgerung: Peter hat Geld, ist aktiv auf der Suche nach einem neuen Golfschläger und er gönnt sich gerne etwas Besonderes, wenn es ihm Freude macht.
Daher:
Für den Custom-Anbieter ist dieser Nutzer Gold wert.
Für den Sporthändler ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit wertlos. (Peter will keine Massenware)
Also:
- Dieser Klick ist für den einen Anbieter extrem viel wert.
- Für den anderen deutlich weniger.
Google schafft eine Auktion um diesen Nutzer. Wer mehr aus ihm machen kann, weil sein Angebot besser auf die Intention, den Wunsch, dieses Kunden passt, kann sich einen höheren CPC leisten.
Hochwertige Kunden kosten mehr pro Klick. Billige Klicks kommen selten von den richtig guten Kunden. (Das gilt übrigens für alle Plattformen. Also auch Facebook, Instagram & Co.)
Aber keine Regel ohne Ausnahmen.
Kaputte, übervolle Märkte
Es gibt Branchen, in denen große Konzerne mit viel Geld unterwegs sind:
- Versicherungen und Banken
- Immobilienportale
- Vergleichsportale
- Sicher noch andere…
Sie drücken mit Gewalt in den Markt, zahlen extrem hohe Klickpreise und schieben die CPCs nach oben weit über das Maß, in dem sie selber profitabel sein können.
Für kleinere Anbieter wird es dadurch sehr schwer bis unmöglich mitzuhalten. Das Gute: Branchenriesen übersehen oft Nischen, die für kleine Anbieter hochprofitabel sein können. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Unterversorgte Märkte
Auf der anderen Seite gibt es Märkte, die unterversorgt sind:
- Wenig Wettbewerb in Google Ads.
- Selbst der Marktführer hat einen schlechten Prozess (und damit schlechte Profitabilität).
- Viele Chancen bleiben liegen.
Hier liegen die CPCs oft unter dem, was möglich wäre, weil niemand den Markt sauber bespielt. Und das ist in Deutschland oft so.
Warum die Jagd nach billigen Klicks zur Resterampe führt
Viele Unternehmen optimieren ihre Kampagnen so:
- „Unser CPC ist zu hoch, wir müssen ihn runterbringen.“
Also wird umgestellt auf:
- Keywords mit weniger Kaufabsicht.
- Zielgruppen mit geringerer Kaufkraft.
- Platzierungen, die zwar Klicks bringen, aber keine Anfragen.
Das Ergebnis:
- Der durchschnittliche CPC sinkt.
- Die Qualität der Klicks fällt.
- Die Anfragen werden weniger und schlechter.
Wer nur auf günstige Klickpreise schielt landet irgendwann an der Resterampe des Marktes.
Dort, wo alle einkaufen, die sich hochwertige Kunden nicht leisten wollen, oder die noch nicht verstanden haben, dass hochwertige Klicks (also hochwertige Kunden) Geld kosten.
Das fühlt sich kurzfristig angenehm an („wir haben unseren CPC gedrückt“), ist aber langfristig tödlich.
Nähkästchenplauderei: Wenn ein Interessent mir im Erstgespräch stolz vom „niedrigen“ CPC seiner Kampagne erzählt, dann weiß folgendes mit Sicherheit:
1) Er jagt der falschen Metrik nach und hat keine Übersicht über seine Profitabilität. Sonst würde er damit prahlen. (Und dann auch zu Recht)
2) Höchstwahrscheinlich geht ein Großteil seines Werbebudgets aktuell in Flammen auf (und er weiß es noch nicht einmal.)
3) Die Jagd nach niedrigen CPC hat seine Kampagnenperformance ruiniert (sonst säße er nicht bei mir im Erstgespräch)
Warum (mir) ein niedriger CPC mehr Sorgen macht als ein hoher
Verstehe mich nicht falsch. Google versucht an allen Ecken und Enden, dir mehr Werbebudget aus der Tasche zu locken. („Kampagnen-Empfehlungen“, hallo.)
Aber: An den Klickpreisen zu sparen ist wie minderwertiges Material einzukaufen. Du „sparst“ am falschen Ende und bezahlst nachher dreifach, weil du die gesamte Charge wegwerfen kannst.
Wer am CPC spart, spart am falschen Ende.
Ein ungesund niedriger CPC
Die Klickkosten für „Lohnfertigung CNC“ liegen zwischen 6 und 13 € pro Klick. Das ist Fakt. Das ist einfach wo der Markt steht. (Es gibt Tools, die das abschätzen)

Wenn du mir dann erzählst, dein CPC sei aber bei 2€, dann gehen bei mir alle Warnlampen an.
Das ist so, als ob du mir sagen würdest: „Ich habe gestern Premium-Rindersteak für 7€ das Kilo gekauft. Ist das nicht toll…?“.
Nein.
In einem Markt, in dem Geld verdient wird ist ein sehr niedriger CPC fast immer Symptom und nicht ein Erfolg!
Wenn der CPC in einem Account unter dem Schnitt liegt, kann das viele Gründe haben:
Brand-Keywords drücken den Schnitt
Wenn jemand nach deinem Firmennamen sucht, ist der Klick oft viel günstiger.
Beispiele:
- „Müller Metalltechnik GmbH“
- „Schmidt Kunststofftechnik“
Diese Klicks sind wichtig, aber sie verzerren den Schnitt:
- Neukunden-Keywords kosten vielleicht 5–10 Euro.
- Brand-Keywords kosten vielleicht 1 Euro.
Wenn du beides in einer Kampagne mischst (und in den meisten Kampagnen ist das gemischt), sieht dein durchschnittlicher CPC schön aus. Aber er sagt nichts darüber, was du wirklich (für Neukunden-Keywords) zahlst.
Display-Traffic mischt Billigklicks rein
Eine Suchkampagne hat automatisch die Displaynetzwerk-Erweiterung aktiv. (Ein riesen Scam seitens Google) Dann wird „übriges“ Werbebudget ausgegeben für automatisch generierte:
- Banner auf Websites.
- Banner in Apps.
- Platzierungen in Gmail Accounts.
Dort bekommst du Klicks teilweise für einige Cent.
Diese Klicks drücken den durchschnittlichen CPC massiv nach unten, bringen aber oft keine qualifizierten Anfragen.
Die Displaynetzwerk-Erweiterung sollte meiner Meinung nach IMMER abgeschaltet sein.
Auch hier gilt: Display Ads sind ein berechtigtes Werkzeug. Aber: Es muss sauber segmentiert in einer eigenen Kampagne mit klarem Kampagnenziel sein. Nicht automatisch hingeschlonzt und hoffen, dass es „was bringt“.
Verschiedene Intentionen in einem Topf
Nicht jeder Klick ist gleich viel wert.
Wie oben schon beschrieben, bietest du nicht auf Keywords, sondern auf die Intention des Nutzers. Je näher der Nutzer vor einem Kauf steht, desto höher werden die Klickkosten.
Schau dir zum Beispiel diese beiden Gruppen von Suchanfragen an:
Informations-Keywords (Nutzer orientieren sich nur):
- „Was ist Spritzguss?“
- „CNC Fräsen Erklärung“
- „Wie funktioniert Pulverbeschichtung?“
Kauf-Keywords (Nutzer haben ein konkretes Projekt):
- „Lohnfertigung Spritzguss Angebot“
- „CNC Fräsen Lohnfertiger Köln“
- „Pulverbeschichtung Teile Preis anfragen“
Je näher der Nutzer am Auftrag ist, desto teurer wird der Klick und desto sinnvoller ist es, hohe CPCs zu tragen.
Sobald du anfängst, Intentionen in einer Anzeigengruppe zu mischen, machst du Abstriche bei der Relevanz der Anzeigen. Und: Verzerrst den durchschnittlichen CPC, weil teure und wertvolle Klicks mit günstigen und weniger wertvollen Klicks verrechnet werden.
Vor allem am Anfang sollten Kampagnen aus meiner Sicht LASERSCHARF auf Kauf-Keywords ausgerichtet sein.
Wenn dann keine Leads rein kommen wissen wir, dass es nicht an minderwertigem Traffic liegt, sondern an unsere Prozess danach (Landingpage + Angebot).
Schlecht gewählte Keyword Optionen
die falschen Keyword-Optionen sind ein Klassiker, der ganze Konten ruiniert.
Viele arbeiten blind mit „weitgehend passend“, weil Google das im Setup aggressiv vorschlägt.
Das führt zu:
- komplett irrelevanten Suchanfragen,
- Traffic von Menschen, die nicht kaufen wollen,
- Themen, die nichts mit deinem Angebot zu tun haben,
- sinnlos verbranntem Budget.
„Weitgehend passend“ kann funktionieren, aber nur, wenn Kampagnen extrem sauber aufgebaut sind, wir sehr starkes Conversion Tracking haben und negative Keywords konsequent gepflegt werden.
In 90 % der Fälle ist es ein Grund für niedrigen CPC und miese Lead-Qualität.
Keine oder schlecht gepflegte negative Keywords
Wenn Negative Keywords nicht gepflegt werden, passiert Folgendes:
- Google liefert Anzeigen auf Suchbegriffe aus, die NICHTS mit deinem Angebot zu tun haben.
- Du bezahlst Klicks von Leuten, die nie kaufen werden.
- Deine Kampagnen wirken „günstig“, aber sie liefern KEINE echten Anfragen.
Das ist wie ein offener Abfluss:
Das Budget läuft einfach weg — und du merkst es erst, wenn du tief in die Suchanfragen reinschaust.
Die Pflege von negativen Keywords ist nicht optional, sondern ein Dauerthema.
Falsche Kampagnenstrategie
Manchmal steht die Kampagnenstrategie noch auf „Klicks maximieren“.
Das klingt gut („wir bekommen viele Besucher“), ist aber fast immer die falsche Wahl. (Ich nutze das manchmal selbst, aber nie dauerhaft)
Warum?
- Die Strategie optimiert NICHT auf Anfragen oder Aktionen auf deiner Webseite.
- Google sucht den billigsten Traffic, nicht den besten.
- Deine Kampagnen holen Menschen, die zwar klicken, aber nicht kaufen.
Ergebnis:
- Der CPC sieht schön niedrig aus.
- Die Lead-Pipeline bleibt trotzdem leer.
Besser:
Auf Conversions oder qualifizierte Leads optimieren — aber erst, wenn Tracking und Struktur sitzen.
Unterm Strich:
Ein niedriger CPC in einem Markt, in dem Geld verdient wird, heißt meistens nicht „wir sind gut“, sondern „wir sind falsch ausgerichtet“.
Ich freue mich lieber über einen gesunden, auch mal hohen CPC. Dann weiß ich, dass wir dort spielen, wo die wertvollen Kunden unterwegs sind.
Wenn deine Maschinenhalle so schlampig geführt wäre, wie dein Online-Vertrieb…
In den meisten Unternehmen ist der CPC nicht das Hauptproblem der Ads.
Das Hauptproblem ist der Prozess hinter dem Klick.
Wie läuft das in deiner Maschinenhalle? Stehen dort nicht:
- Teure, hocheffiziente Maschinen. („Wir müssen den Ausschuss + Prozesszeit minimieren!“)
- Hochwertige Rohmaterialien. („Shit in, shit out. Aber nicht bei uns.“)
- Eingespielte Abläufe. Niedrige Rüstzeiten. („Hey, Standzeit ist teuer“)
- Pingelige Kontrollen an jedem Qualitätsgate. („Wenn wir Ausschuss produzieren, dann müssen wir das wissen!“)
- Bis aufs letzte ausgereizte Prozesse, um Verschwendung niedrig zu halten. („Selbst die Aluminiumspäne werden zusammen gekehrt und recycled“)
Kein Inhaber würde je akzeptieren, dass:
- jede zweite Maschine einfach nur herumsteht.
- Die Stanzpresse 70% Ausschuss produziert, weil das Werkzeug falsch eingestellt ist.
- 80 % der Rohware hinter der Halle im Regen vergammelt.
Genau das passiert aber in vielen Google Ads Kampagnen!
Nur ist es in digitalen Prozessen nicht so offensichtlich, wie in der Maschinenhalle.
Eine typische Situation:
- Die Kampagnen sind schlecht targetiert und Kaufen zum Teil komplett irrelevanten Traffic ein.
- Die Conversionmessung ist nicht aufgesetzt und misst gar nicht, oder die falschen Dinge.
- Die Webseite ist unübersichtlich, kommuniziert nicht instantan(!) den Nutzen. So erhält man nur 1/5 der Anfragen, die bei gleichem Budget möglich wären.
- Von den Leads die tatsächlich anfragen, gehen nochmal die Hälfte im Vertrieb verschütt. (Jaja, bei Ihnen nicht. Nur eine Gegenfrage: Gefühlt oder Gemessen?!)
Das ist, als ob du:
- teuren Stahl einkaufst
- nur ein Fünftel davon in die Maschine steckst.
- Hinten kommen 3/4 Ausschuss raus
- Und die Hälfte der Gutteile geht beim Versand zum Kunden verloren.
Und dann wird am Einkaufspreis des Stahls gedreht, weil der „zu teuer“ ist.
Nein.
Wenn die Produktion so schlampig wäre wie viele online Lead-Prozesse, wäre jeder Maschinenbauer tot.
Ab wann macht es Sinn, auf den CPC zu schauen?
Viele springen viel zu früh auf den CPC. Es ist das erste, das sie „optimieren“ wollen.
Dabei gilt:
Den CPC in den Fokus zu nehmen, macht erst Sinn, wenn die Kampagne gereift ist.
„Gereift“ bedeutet:
- Laserscharfe Kampagnen-Targetierung
- Fokussierte Anzeigen
- Saubere, klare Landingpage, die Nutzen in einem Satz kommuniziert
- Attraktives, verständliches Angebot
- Sauberer Vertriebsprozess
- Messung von Klick bis Umsatz
- Kampagnenvolumen voll ausgereizt
Wenn das steht, kannst du anfangen, Fragen zu stellen wie:
- Können wir mit anderen oder breiteren Keywords den Absatzmarkt erweitern?
- Können wir mit höheren CPCs noch mehr Marktanteil gewinnen?
- Möchten wir den CPC etwas begrenzen, um Reichweite zu Gunsten von Profitabilität zu tauschen?
- Können wir mit feineren Gebotsstrategien mehr Profit herausholen?
Vorher ist CPC-Optimierung Kosmetik und oft sogar schädlich.
Verstehe mich nicht falsch:
CPC Optimierung hat definitiv ihren berechtigten Platz. Aber nicht dort, wo die meisten vermuten.
Fazit: Was du statt „gutem CPC“ für profitable Kampagnen wirklich anstreben solltest
Am Ende des Tage ist es immer wieder das Gleiche: Wie profitabel ist deine Kampagne? Was ist dein Return on Invest?
Wenn der ROI nicht stimmt, liegt es NIE am CPC! Er ist nur Symptom. Dein online Akquise-Prozess ist einfach nicht effizient genug, um am Markt bestehen zu können.
Kümmere dich lieber um:
- Saubere Targetierung
- Klare und leicht verständliche Landingpage
- Sauberes Conversion-Tracking
- Klare Kampagnenstruktur
- Ein attraktive Angebot auf der Seite
- Hohe und durchdachte Anzeigenrelevanz
Das sind die Hebel, die deine Profitabilität verbessern, strukturelle Missstände in deinem Account beheben und so deinen CPC automatisch auf ein gesundes Marktniveau einpendeln lassen.
Wenn dein CPC am Ende bei 15€ pro Klick liegt, du aber einen ROI von 5:1 hast, na dann sei’s drum.