Zusammenfassung
- Marktbild: 17 Werbetreibende mit mindestens 3 % Vorkommensquote sichtbar. Davon prägt ein einziger Anbieter (strecker.de, 39 % Vorkommensquote) das Bild. Der Rest verteilt sich dünn – ab Platz 2 liegt niemand über 23 %. Ein extrem fragmentierter Markt mit wenig echtem Werbedruck.
- Kostenkorridor: CPCs liegen bei 4,83–6,25 € – ein gesundes B2B-Signal. Bei realistischer Conversion-Rate ist mit 100–210 € pro qualifizierter Anfrage zu rechnen. Das Problem ist nicht der Preis, sondern die Menge: Bei einem Gesamtvolumen von ca. 160 Suchanfragen pro Monat fehlt schlicht die Masse für eine eigenständige Kampagne.
- Marktstruktur: Kein Plattform-Dominanzmuster. Fast ausschließlich spezialisierte Lohnfertiger und Lasertechnik-Dienstleister. Die meisten schalten ganztägig ohne erkennbares Device-Targeting – die Top 3 nach Sichtbarkeit sind überwiegend mobil präsent, während die Plätze 4–6 stärker auf Desktop setzen und damit vermutlich die bessere B2B-Aussteuerung haben.
- Anzeigenbild: Weitgehend austauschbar. Dominiert von „Laserschweißen“, „Lohnschweißerei“, Erfahrungsjahren und Schnelligkeit. Kaum jemand differenziert sich über Branchenfokus, Materialexpertise oder Prozesssicherheit. Einzelne Ausreißer wie BBW Lasertechnik zeigen spezifischere Botschaften (Medizintechnik, E-Mobilität).
- Kernaussage: Lohnschweißen als eigenständiges Google-Ads-Cluster lohnt sich nicht. Zu wenig Suchvolumen, zu wenig Daten für Optimierung, zu hohe relative Nebenkosten. Als Beimischung in einer breiteren Kampagne sinnvoll – aber nicht als alleiniger Fokus.
Datenbasis dieses Reports
Die Daten stammen aus meinem eigenen Analysewerkzeug: Ein Tool, das regelmäßig Suchanfragen bei Google stellt und für jeden Zeitpunkt festhält, wer wirbt, an welcher Position und mit welchen Anzeigentexten.
Beobachtungszeitraum: 13. Februar 2026 bis 5. März 2026. Standort: Deutschland als Suchort, inkl. aller deutschlandweiten Anbieter, die in diesem Gebiet ausgespielt werden. Geräte: Desktop und Mobile. Datenmenge: 1.621 ausgewertete Stichproben.
Wichtig: Das ist ein sehr gutes Abbild der Realität, aber keine offiziellen „Google-Zahlen“ (Die gibt es nicht). Es geht um Muster und Größenordnungen, nicht um Nachkommastellen.
Markt auf einen Blick
Keywords und Suchvolumen im Cluster Lohnschweißen
Das Cluster besteht aus zwei Keywords: „Lohnschweißen“ (90 Suchanfragen/Monat, CPC 6,25 €) und „Laserschweißen Lohnfertigung“ (70 Suchanfragen/Monat, CPC 4,83 €).
Zusammen sind das rund 160 Suchanfragen pro Monat. Das ist selbst für eine B2B-Nische extrem wenig. Zum Vergleich: Um bei einer realistischen Conversion-Rate von 3–5 % auch nur 5–8 Anfragen pro Monat zu generieren, bräuchte man den Großteil dieses Volumens für sich. Bei 17 sichtbaren Werbetreibenden und einem langen Longtail, der in den Daten gar nicht mehr auftaucht, ist das nicht realistisch.
Die CPCs von knapp 5–6 € sind ein klares B2B-Signal. Für diese Klickpreise wirbt niemand, der Privatpersonen erreichen will. Die Suchintention hinter beiden Keywords ist relativ klar: Jemand sucht einen Dienstleister, der Schweißarbeiten als Lohnfertigung übernimmt. Das ist die gute Nachricht.
Die schlechte: Es suchen einfach zu wenige.
Gesunde CPCs, klare B2B-Intention – aber ein Cluster, das als eigenständige Kampagne nicht tragfähig ist. Nicht wegen des Wettbewerbs, sondern wegen der Menge.
Was bedeutet das für dich: Wenn Lohnschweißen dein Kerngeschäft ist und du darüber gezielt Neukunden gewinnen willst, reicht Google Ads allein nicht. Das Volumen gibt es schlicht nicht her. Du kannst das Keyword mitnehmen – als Teil einer breiteren Kampagne, die auch verwandte Themen wie Laserschweißen, Lohnfertigung oder Bauteilbearbeitung abdeckt. Aber als einziges Standbein ist dieses Cluster zu dünn.
| Domain | Vorkommensquote [%] | Zeitfenster | Medianposition | Device-Verteilung |
|---|---|---|---|---|
| strecker.de | 39,0 | ⚖️ | 5,0 | 27% |
| haeberle-laser.de | 23,0 | ⚖️ | 3,0 | 10% |
| bbw-lasertechnik.de | 16,0 | ⚖️ | 5,0 | 13% |
| lasu-tec.de | 12,0 | ⚖️ | 3,5 | 100% |
| bls-lasertechnology.de | 8,0 | 🕐 | 4,25 | 100% |
| 247tailorsteel.com | 9,0 | ⚖️ | 4,5 | 96% |
| schuwatec.com | 9,0 | ⚖️ | 5,0 | 0% |
| ixun-lasertechnik.de | 8,0 | ⚖️ | 4,75 | 0% |
| tk-maschinenbau.de | 3,0 | 🚫 | 3,0 | 100% |
| nutech.de | 5,0 | 🕐 | 4,0 | 30% |
| reuter-technologie.de | 5,0 | 🚫 | 5,0 | 0% |
| rs-metall.de | 5,0 | 🚫 | 4,0 | 3% |
| stz-group.de | 5,0 | 🚫 | 5,0 | 0% |
| lsg-dresden.de | 3,0 | 🚫 | 4,5 | 100% |
| part.solutions | 3,0 | 🚫 | 3,0 | 4% |
| huber-tec.de | 4,0 | 🚫 | 5,0 | 26% |
| facturee.de | 3,0 | 🚫 | 3,5 | 96% |
| seifert-gmbh.com | 2,0 | 🚫 | 4,25 | 6% |
Zeitfenster: Gibt an, ob die Anzeigen rund um die Uhr ⚖️, zu typischen Bürozeiten 🕒, oder nur Nachts 🌙 zu sehen waren. 🚫 bedeutet, dass nicht ausreichend Daten vorliegen, um das Zeitfenster zu bewerten.
Vorkommensquote: Ist ein Maß für die Präsenz des Werbetreibenden in den Google Anzeigen. Je mehr, desto aggressiver wirbt er.
Beispiel: 25 % bedeutet, dass dieser Werbetreibende in 25% aller Stichproben mit einer Anzeige vertreten war.
Medianposition: Ist ein Maß, wie weit oben auf der Google Ergebnisseite, die Anzeigen im Median zu sehen waren. Rang 1 ist ganz oben, Rang 8 ganz unten auf der Suchergebnisseite.
Device-Verteilung: Zeigt das Verhältnis von gefundenen Anzeigen des Werbetreibenden auf Desktop und Mobile-Geräten an. Desktop Klicks sind tendenziell wertvoller für B2B als mobile.
Sichtbarkeitsverteilung und Dominanzmuster
Die Sichtbarkeit in diesem Cluster ist stark konzentriert – und gleichzeitig überraschend dünn. strecker.de liegt mit 39 % Vorkommensquote klar vorne. Bei knapp 4 von 10 Suchanfragen ist dieser Anbieter mit einer Anzeige sichtbar. Dahinter folgt haeberle-laser.de mit 23 %, dann bbw-lasertechnik.de mit 16 %.
Die Top 3 machen zusammen rund 78 % der gesamten sichtbaren Werbepräsenz aus. Das klingt nach Dominanz – aber anders als in kompetitiven Märkten bedeutet es hier nicht, dass diese drei das Feld kontrollieren. Es bedeutet, dass der Rest so wenig sichtbar ist, dass diese drei fast automatisch oben stehen.
Ein auffälliges Muster: Die drei sichtbarsten Werbetreibenden (strecker.de, haeberle-laser.de, bbw-lasertechnik.de) sind überwiegend auf Mobile-Geräten präsent – mit Desktop-Anteilen von nur 27 %, 10 % und 13 %. Die Plätze 4–6 (lasu-tec.de, bls-lasertechnology.de, 247tailorsteel.com) zeigen dagegen Desktop-Anteile von 96–100 %.
In einem B2B-Cluster, in dem Einkäufer und technische Leiter typischerweise am Rechner recherchieren, ist das ein interessantes Signal. Wer überwiegend auf Mobile sichtbar ist, erreicht dort zwar Traffic – aber ob der die gleiche Qualität hat wie Desktop-Traffic, ist fraglich. Die Plätze 4–6 haben hier vermutlich die bessere Aussteuerung, obwohl sie weniger oft sichtbar sind.
Beim Zeitfenster das gewohnte Bild: Die meisten Werbetreibenden mit ausreichend Daten schalten ganztägig. Kein erkennbares Device-Targeting, keine Zeitsteuerung. Das ist der Standardfehler: Alles läuft einfach durch, ohne zu testen, wann die wertvollen Klicks tatsächlich kommen.
Plattformen spielen in diesem Cluster kaum eine Rolle. 247tailorsteel.com ist der einzige Anbieter mit Plattform-Charakter – und auch der liegt nur bei 9 % Vorkommensquote. facturee.de taucht mit 3 % am Rand auf. Der Rest sind klassische Lohnfertiger und spezialisierte Lasertechnik-Dienstleister. Das ist ungewöhnlich und ein Zeichen dafür, wie nischig dieses Cluster ist: Die großen Plattformen investieren hier kaum, weil das Volumen zu klein ist.
Ein Markt, den fast niemand ernsthaft bespielt – nicht weil er zu hart ist, sondern weil er zu klein ist.
Wie wird geworben? (Anzeigeninhalte & Botschaften)
Inhaltliche Kategorien in den Anzeigen
Die Anzeigentexte in diesem Cluster lassen sich in eine Handvoll wiederkehrender Botschaftskategorien einteilen.
Verfahren und Technik: Der häufigste Anzeigenbaustein ist „Laserschweißen Lohnfertigung“ (22 % aller Headlines). Daneben tauchen spezifischere Verfahren auf: Tiefschweißen, Wärmeleitschweißen, Laserfeinschweißen, Scannerschweißen, Laserauftragschweißen, Reparaturschweißen. Einige Anbieter listen ihr Verfahrensspektrum breit auf – „Laserschweißen, Laserschneiden, Feinschweißen, Kunststoffschweißen, Feinschneiden“ – was eher wie eine Leistungsliste wirkt als wie eine gezielte Botschaft.
Firmennamen und Branding: An zweiter Stelle steht „Lohnschweißerei STRECKER“ mit gut 10 % Anteil. Das ist ungewöhnlich: In den meisten B2B-Clustern dominieren Leistungsversprechen, nicht Firmennamen. Hier zeigt sich die Marktdominanz von strecker.de auch in der Anzeigengestaltung – der Name wird als Marke eingesetzt.
Geschwindigkeit und Lieferfähigkeit: „Einsatzbereit ab 48 Stunden“, „Angebote in 1 Minute“, „24h Express-Service“. Klassische B2B-Versprechen, die Entscheidungshürden senken sollen. Besonders 247TailorSteel fällt hier auf mit dem 24/7-Online-Bestellversprechen.
Erfahrung und Zertifikate: „Über 90 Jahre Erfahrung“, „Über 35 Jahre Expertise“, „TÜV-zertifiziert“, „Zertifiziert nach 3834-2″. Vertrauenssignale, die in B2B-Nischen Gewicht haben – aber auch austauschbar sind, weil sie fast jeder anführen kann.
Flexibilität und Losgrößen: „Groß- & Kleinaufträge“, „Ab Stückzahl 1 zum Bestpreis“, „Mikro & Makro“, „Vom Prototypen bis hin zur Serienfertigung“. Das Versprechen: Wir nehmen alles an. In einem Cluster, in dem die Suchenden oft sehr unterschiedliche Projektgrößen mitbringen, ist das nachvollziehbar – aber auch hier fehlt die Differenzierung.
Branchenfokus: Vereinzelt tauchen branchenspezifische Botschaften auf: „Medizintechnik, Lebensmittelindustrie, Maschinenbau, Automotiv, Luft und Raumfahrt“ oder „Laserschweißen der Zellkontakte von Batteriemodulen“. Das sind die Ausreißer – Anbieter die zeigen, für wen sie arbeiten, statt nur zu sagen, was sie können.
Was der Kunde sieht, wenn er sucht
Wer „Lohnschweißen“ bei Google eingibt und sich die Anzeigen anschaut, bekommt ein Bild das ungefähr so aussieht: Verschiedene Anbieter, die alle mit ähnlichen Argumenten um Aufmerksamkeit kämpfen. Laserschweißen, Erfahrung, schnelle Lieferung, alle Losgrößen.
Die Unterschiede zwischen den Anzeigen sind gering. Ein Entscheider, der einen Lohnschweißer sucht, kann anhand der Anzeigen kaum erkennen, welcher Anbieter für sein konkretes Projekt der richtige wäre. Die meisten Anzeigen sprechen ein breites Publikum an – aber keines wirklich gezielt.
Es gibt einzelne Lichtblicke: BBW Lasertechnik positioniert sich erkennbar über Branchenfokus (Medizintechnik, E-Mobilität). IXUN Lasertechnik hebt Laserauftragschweißen und Verschleißschutz hervor. Aber das sind Ausnahmen. Der Großteil der Anzeigen wirbt mit dem gleichen Mix aus Verfahren, Geschwindigkeit und Erfahrung.
Das hat eine klare Konsequenz: Wenn alle ähnlich klingen, entscheidet die Position. Und die Position entscheidet das Budget. Wer hier nicht bewusst differenziert, kauft sich Sichtbarkeit, ohne einen Grund zu liefern, warum jemand gerade bei ihm klicken sollte.
Wer wie alle anderen „Laserschweißen, schnell, alle Losgrößen“ verspricht, bekommt Klicks – aber keinen Vorsprung. Die Position entscheidet, nicht die Botschaft.
Was bedeutet das für dich: Wenn du in diesem Cluster wirbst, hast du die Chance, dich mit vergleichsweise wenig Aufwand abzusetzen. Die Messlatte der bestehenden Anzeigen ist niedrig. Ein klarer Branchenfokus, ein konkreter Anwendungsfall oder ein spezifisches Materialversprechen in der Anzeige würde sofort aus dem Einheitsbrei herausstechen. Die Frage ist nur, ob sich der Aufwand bei diesem Volumen lohnt.
Konsequenzen für Werbetreibende, die über Lohnschweißen Leads gewinnen wollen
Marktumfeld und Rolle des Keywords
Das Keyword „Lohnschweißen“ ist ein Oberbegriff, der verschiedene Schweißverfahren als Dienstleistung umfasst – vom klassischen Handschweißen über Laserschweißen bis zu Spezialverfahren wie Laserauftragschweißen oder Reparaturschweißen. Das zweite Keyword im Cluster, „Laserschweißen Lohnfertigung“, ist spezifischer, hat aber kaum mehr Volumen.
Dieser Report ist aus der Perspektive geschrieben: Du willst über dieses Keyword direkt Neukunden und Leads gewinnen.
Chancen-Perspektive: Der Markt ist offen. Es gibt keinen dominanten Player, der das Feld uneinnehmbar macht. strecker.de ist zwar der sichtbarste Anbieter, aber mit einer Medianposition von 5,0 – also unten auf der Seite. Die Qualität der Landingpages im Markt ist überwiegend schwach. Wer mit einer klaren Zielseite und einem sauberen Setup antritt, trifft auf wenig professionelle Konkurrenz.
Ein Mittelständler, der Lohnschweißen als Teil seines Leistungsportfolios anbietet und bereits Google Ads für andere Keywords fährt, kann dieses Cluster einfach mitnehmen. Die CPCs sind fair, die Intention ist klar, und die wenigen Klicks die kommen, haben eine gute Chance auf B2B-Qualität.
Risiko-Perspektive: Das Grundproblem ist nicht der Wettbewerb. Es ist das Volumen. Bei 160 Suchanfragen pro Monat – verteilt auf 17+ Werbetreibende plus den unsichtbaren Longtail – bleiben für jeden einzelnen Anbieter im Schnitt nur eine Handvoll Klicks pro Monat übrig.
Das bedeutet konkret: Es kommen zu wenig Daten zusammen, um sinnvoll zu optimieren. Google kann nicht lernen, welche Besucher wertvoll sind, weil es zu wenige davon gibt. Die Lernphase einer Kampagne – typischerweise 2–4 Wochen – zieht sich bei diesem Volumen auf Monate. Und die Fixkosten einer Agentur oder der eigenen Betreuungszeit stehen in keinem Verhältnis zu den wenigen Anfragen, die dieses Cluster generieren kann.
Nicht der Wettbewerb ist das Problem. Es ist die Menge. Zu wenig Suchen, zu wenig Daten, zu wenig Masse für eine eigenständige Kampagne.
Wettbewerb um Aufmerksamkeit (Anzeigen und Wahrnehmung)
Die meisten Anzeigen betonen Verfahren, Geschwindigkeit und Erfahrung. Kaum jemand spricht über Branchenfokus, Materialexpertise oder Prozesssicherheit.
Chancen-Perspektive: In einem Anzeigenbild, das so austauschbar ist, reicht bereits ein konkretes Detail, um herauszustechen. Wer in seiner Anzeige zeigt, für welche Branche er schweißt – Medizintechnik, Automotive, Lebensmittelindustrie – gibt dem suchenden Entscheider sofort einen Grund, genau dort zu klicken. Das gleiche gilt für Materialexpertise (Aluminium, Kupfer, Edelstahl) oder spezifische Verfahren.
Die Landingpages im Markt setzen diese Messlatte zusätzlich niedrig. Die sichtbarste Seite (strecker.de) hat laut Analyse keine klare Landingpage für Lohnschweißen – es ist unklar, ob es um Schweißdienstleistungen oder Maschinenbau geht. Die zweitplatzierte (haeberle-laser.de) hat ebenfalls eine strukturlose Seite ohne klaren Header. Erst ab Platz 3–4 (bbw-lasertechnik.de, lasu-tec.de) gibt es dedizierte Landingpages, die das Thema sauber aufnehmen.
Wer in diesem Umfeld eine klare, auf das Keyword zugeschnittene Zielseite hat, hat einen echten Vorteil – auch mit kleinem Budget.
Risiko-Perspektive: Die Versuchung liegt nahe, denselben generischen Stil zu kopieren – „Lohnschweißen, alle Losgrößen, schnell und günstig“. Das Problem: In einem so kleinen Cluster bekommt man dann zwar die wenigen Klicks, die kommen – aber man gibt dem Suchenden keinen Grund, sich für den eigenen Anbieter zu entscheiden statt für den nächsten.
Die Anzeigen in diesem Markt konkurrieren nicht wirklich um Aufmerksamkeit. Sie konkurrieren um Position. Und Position kostet Budget. Wer sich nur über Budget sichtbar macht, ohne eine Botschaft zu haben, zahlt für Klicks, die ihn wie jeden anderen behandeln.
Anforderungen und Stolpersteine auf Seiten der Werbetreibenden
Wer über Lohnschweißen Anfragen gewinnen will, braucht ein paar Grundvoraussetzungen – auch wenn das Cluster klein ist.
Am Angebot: Das Keyword „Lohnschweißen“ ist breit. Wer darauf wirbt, muss entscheiden, welche Teilmenge der Suchintention er bedient. Wer nur Laserschweißen anbietet, wird Anfragen für konventionelles Schweißen bekommen – und umgekehrt. Die erste Frage ist: Welche Projekte will ich, welche nicht? Ohne diese Klarheit landen Anfragen auf dem Schreibtisch, die gar nicht passen – und die Conversion-Rate sinkt.
Am Setup: Auch bei kleinem Volumen ist ein Minimum an Tracking Pflicht. Mindestens abgeschickte Kontaktformulare und Telefon-Klicks sollten gemessen werden. Ohne Tracking kann weder die Kampagne bewertet noch Google beigebracht werden, welche Besucher tatsächlich anfragen.
Eine dedizierte Landingpage ist bei diesem Keyword besonders wichtig. Die Analyse zeigt, dass die meisten Werbetreibenden hier gar keine haben – oder Seiten verwenden, auf denen nicht klar ist, was eigentlich angeboten wird. Eine Seite, die „Lohnschweißen“ klar aufnimmt, die Verfahren zeigt, die Zielgruppe anspricht und einen klaren Kontaktweg bietet, ist in diesem Markt bereits ein Differenzierungsmerkmal.
Am Lead-Prozess: Bei 160 Suchanfragen pro Monat im gesamten Cluster kommt jede einzelne Anfrage mit einem hohen relativen Wert. Wenn eine Anfrage per Formular oder Telefon reinkommt und 48 Stunden im Postfach liegt, ist die Chance oft vorbei. Gerade weil das Volumen so gering ist, muss der Prozess dahinter funktionieren.
Was bedeutet das für dich: Die Hürde für den Einstieg ist niedrig – die wenigen Anforderungen sind Basics, die jedes Unternehmen mit einem Minimum an Ernsthaftigkeit erfüllen kann. Das Problem liegt nicht beim Setup, sondern bei der Frage, ob der Aufwand für dieses Cluster allein den Ertrag rechtfertigt.
Spannungsbild: Unter welchen Bedingungen kann sich Werbung beim Lohnschweißen lohnen?
Ein aktiver Einstieg ist eher sinnvoll, wenn:
- Du bereits Google Ads für andere Keywords oder Cluster fährst und Lohnschweißen als zusätzliches Keyword in eine bestehende Kampagne integrieren kannst – ohne zusätzliche Fixkosten.
- Du ein breites Schweißverfahrensspektrum abdeckst und damit einen großen Teil der Suchintention hinter „Lohnschweißen“ bedienen kannst.
- Du eine saubere Landingpage hast (oder bereit bist, eine zu erstellen), die das Thema klar aufnimmt – weil das allein in diesem Markt schon ein Vorteil ist.
- Dir bewusst ist, dass dieses Keyword keine eigenständige Lead-Maschine wird, sondern ein Baustein in einem breiteren Ansatz.
Es ist sinnvoll, sehr vorsichtig zu sein oder nicht einzusteigen, wenn:
- Lohnschweißen das einzige Keyword ist, das du bei Google Ads bespielen willst. Das Volumen trägt keine eigenständige Kampagne – die Fixkosten für Setup, Betreuung und Optimierung stehen in keinem Verhältnis zum möglichen Rücklauf.
- Du nur ein Nischenverfahren anbietest (z.B. nur Reparaturschweißen), das nur einen kleinen Teil der Suchintention abdeckt. Dann wird ein ohnehin kleines Cluster noch kleiner.
- Du keinen strukturierten Lead-Prozess hast. Bei so wenigen potenziellen Anfragen ist jede verlorene Anfrage überproportional schmerzhaft.
- Du dich darauf verlässt, dass Google Ads bei diesem Volumen genug Daten liefert, um die Kampagne automatisch zu optimieren. Das wird nicht passieren. Die Menge reicht nicht.
Häufige Fragen
Lohnt sich Google Ads für Lohnschweißen als eigenständige Kampagne?
In den meisten Fällen nicht. Das Suchvolumen im Cluster Lohnschweißen liegt bei rund 160 Anfragen pro Monat – verteilt auf alle Werbetreibenden. Für eine eigenständige Kampagne ist das zu wenig: Zu wenig Daten zum Optimieren, zu wenig Anfragen für eine tragfähige Kosten-Nutzen-Rechnung, und die Fixkosten für Betreuung fressen die Profitabilität auf. Als Beimischung in einer breiteren Kampagne mit verwandten Keywords kann es sich lohnen.
Was kostet ein Klick bei Google Ads im Bereich Lohnschweißen?
Die geschätzten Klickpreise liegen zwischen 4,83 € und 6,25 € – je nach Keyword. Das ist ein gesundes B2B-Niveau. Bei einer realistischen Conversion-Rate von 3–5 % ergibt sich ein Korridor von 100–210 € pro qualifizierter Anfrage. Der Preis pro Klick ist also nicht das Problem – das Problem ist die geringe Anzahl verfügbarer Klicks.
Wie viele Werbetreibende sind beim Lohnschweißen bei Google Ads aktiv?
Im Beobachtungszeitraum waren 17 Werbetreibende mit mindestens 3 % Vorkommensquote sichtbar. Dahinter gibt es einen langen Schwanz von Anbietern, die nur vereinzelt auftauchen. Ein einzelner Anbieter (strecker.de) dominiert mit 39 % Sichtbarkeit. Der Markt ist nicht hart umkämpft – er ist einfach sehr klein.
Ist der Markt beim Lohnschweißen zu voll für einen Einstieg bei Google Ads?
Nein, der Markt ist nicht zu voll – eher das Gegenteil. Die Wettbewerbsintensität ist gering, die Landingpages der meisten Werbetreibenden sind schwach, und echte Differenzierung findet kaum statt. Das Problem ist nicht der Wettbewerb, sondern das fehlende Suchvolumen. Es gibt schlicht zu wenige Suchanfragen, um eine eigenständige Kampagne darauf aufzubauen.
Desktop oder Mobile – was ist beim Lohnschweißen relevanter?
Im B2B-Kontext ist Desktop typischerweise wertvoller, weil Einkäufer und Entscheider am Rechner recherchieren. Auffällig: Die drei sichtbarsten Werbetreibenden im Cluster Lohnschweißen sind überwiegend auf Mobile-Geräten präsent – ein Hinweis auf fehlendes Device-Targeting. Wer gezielt Desktop-Traffic priorisiert, erreicht wahrscheinlich die wertvolleren Kontakte.
Kann ich Lohnschweißen als Keyword einfach in eine bestehende Google-Ads-Kampagne integrieren?
Ja, und genau das ist der sinnvollste Weg. Wenn du bereits Kampagnen für verwandte Themen wie Laserschweißen, Lohnfertigung oder Bauteilbearbeitung fährst, kannst du Lohnschweißen als zusätzliches Keyword mitnehmen. Die Fixkosten verteilen sich auf die breitere Kampagne, und jede Anfrage die über dieses Keyword kommt, ist ein Bonus – kein Muss.