Zusammenfassung
- Marktbild: 16 Werbetreibende in 12.924 Stichproben. Drei Plattformen (hubs.com, iwr.onepage.me, facturee.de) führen die Sichtbarkeit an – stehen aber fast alle auf Medianposition 5, also im unteren Anzeigenblock. Im oberen Block ist das Feld offen.
- Kostenkorridor: CPCs zwischen 6 und 35 Euro. Bei einer Conversion-Rate von 3–5 % ergibt sich ein Korridor von ca. 120–1.167 Euro pro Anfrage. Durch die breite Suchintention des Clusters sind Streuverluste einzukalkulieren.
- Marktstruktur: 6 Plattformen, 10 klassische Fertiger, 1 Vermittlerportal. Fast alle werben ganztägig – Ausnahmen: Xometry und auftraege.fertigung.de nur zu Bürozeiten.
- Anzeigenbild: Weitgehend austauschbar – fast alle Anbieter werben mit „schnell, günstig, online“. Klare Ausreißer: Gramatec (Großteilbearbeitung bis 35 t), Bharat Forge (Automobil/Luftfahrt).
- Kernaussage: Der Markt ist bespielbar – wer sich mit klarer Positionierung vom generischen Plattform-Stil absetzt, kann im oberen Block sofort sichtbar werden. Ohne Differenzierung wird über den Preis konkurriert.
Datenbasis dieses Reports
Die Daten stammen aus meinem eigenen Analysewerkzeug: Ein Tool, das regelmäßig Suchanfragen bei Google stellt und für jeden Zeitpunkt festhält, wer wirbt, an welcher Position und mit welchen Anzeigentexten.
Beobachtungszeitraum: 13. Februar 2026 bis 5. März 2026. Standort: Deutschland als Suchort, inkl. aller deutschlandweiten Anbieter, die in diesem Gebiet ausgespielt werden. Geräte: Desktop und Mobile. Datenmenge: 12.924 ausgewertete Stichproben.
Wichtig: Das ist ein sehr gutes Abbild der Realität, aber keine offiziellen „Google-Zahlen“ (Die gibt es nicht). Es geht um Muster und Größenordnungen, nicht um Nachkommastellen.
Markt auf einen Blick
Für CNC-Fräsen und Lohnfertigung relevante Keywords
16 Keywords, rund 3.900 monatliche Suchanfragen. Das ist das Spielfeld.
| Keyword | Volumen/Monat | CPC (€) |
|---|---|---|
| CNC Bearbeitung | 880 | 21,74 |
| CNC Lohnfertigung | 480 | 9,76 |
| Lohnfertigung Fräsen | 390 | 9,90 |
| CNC Fräsen lassen | 320 | 12,82 |
| Lohnfertigung CNC | 210 | 12,32 |
| Lohnfertigung CNC Fräsen | 210 | 9,22 |
| Frästeile online | 170 | 27,61 |
| CNC Bearbeitung in der Nähe | 170 | 6,22 |
| CNC Fräsbearbeitung | 170 | 31,04 |
| CNC Fräsen Auftragsfertigung | 170 | 7,06 |
| CNC Fräsen Drehen | 140 | 6,36 |
| CNC Teile fräsen lassen | 140 | 15,55 |
| Lohnfertigung Metallbearbeitung | 140 | 33,85 |
| CNC Lohnfertiger | 110 | 11,08 |
| CNC Teile online | 110 | 34,74 |
| Lohnfertiger Zerspanung | 110 | 19,46 |
Sind die CPCs hoch oder niedrig? Zweigeteiltes Bild. Die klassischen Lohnfertigungs-Keywords liegen zwischen 6 und 13 Euro — moderate B2B-Klickpreise, kein Alarmlevel. Die „Online“-Keywords — Frästeile online (27,61 €), CNC Teile online (34,74 €), CNC Fräsbearbeitung (31,04 €), Lohnfertigung Metallbearbeitung (33,85 €) — sind deutlich teurer. Hier bieten die Plattformen aggressiv, weil diese Keywords ihre Kernzielgruppe anziehen.
B2B oder gemischt? Die Mehrheit ist klar B2B-getrieben: „CNC Lohnfertigung“, „CNC Fräsen Auftragsfertigung“, „Lohnfertiger Zerspanung“ — das suchen Einkäufer und technische Entscheider, keine Hobbyisten. Ausnahmen: „CNC Bearbeitung“ mit 880 Suchen pro Monat ist das breiteste Keyword im Cluster und zieht neben echten Einkäufern auch Maschinen-Interessierte und Maker an. „CNC Fräsen Drehen“ und „CNC Bearbeitung in der Nähe“ haben ebenfalls gemischtere Intentionen.
Was sollte mindestens bespielt werden? Für einen sauberen Einstieg empfehlen sich die kaufintentionalen Kern-Keywords: CNC Lohnfertigung, Lohnfertigung Fräsen, CNC Fräsen lassen, Lohnfertigung CNC Fräsen. Diese vier bringen zusammen rund 1.400 Suchanfragen pro Monat bei CPCs zwischen 9 und 13 Euro. Das ist die Kernzone des Clusters — bevor du breitere oder teurere Keywords ergänzt.
Was wurde bewusst nicht betrachtet? Sehr spezifische Nischen-Keywords wie „5-Achs-Fräsen“, „CNC Großteilbearbeitung“ oder „CNC Fräsen Edelstahl“ sind nicht Teil dieses Clusters. Sie haben eigene Suchvolumina und eigene Wettbewerber. Wenn du eine klare Spezialisierung hast, lohnt sich ein separater Blick auf diese Keywords zusätzlich zu diesem Cluster.
Empfohlenes Mindest-Testbudget: Bei einem Einstieg über die Kern-Keywords und einem durchschnittlichen CPC von rund 10–13 Euro sind mindestens 1.000 bis 1.500 Euro pro Monat nötig, um in 4–6 Wochen genug Klicks (100–150) für belastbare Entscheidungen zu sammeln. Bei breiterem Keyword-Einsatz inklusive der teuren Online-Keywords rechne eher mit 2.000 Euro und mehr pro Monat.
Top-Werbetreibende bei Google Ads
| Domain | Vorkommensquote [%] | Zeitfenster | Medianposition | Device-Verteilung |
|---|---|---|---|---|
| hubs.com | 39,0 | ⚖️ | 5,0 | 90% |
| iwr.onepage.me | 21,0 | ⚖️ | 5,0 | 37% |
| facturee.de | 19,0 | ⚖️ | 5,0 | 86% |
| gramatec.de | 13,0 | ⚖️ | 4,0 | 6% |
| cnc-ratiotechnik-milde.de | 11,0 | ⚖️ | 4,0 | 8% |
| sus-praezisionsteile.de | 10,0 | ⚖️ | 3,0 | 14% |
| xometry.eu | 9,0 | 🕐 | 3,0 | 71% |
| weber-mechanik.de | 7,0 | ⚖️ | 4,0 | 4% |
| mafu-cnc.de | 7,0 | ⚖️ | 4,0 | 11% |
| discover.makerverse.com | 5,0 | ⚖️ | 3,0 | 100% |
| assemblean.com | 5,0 | ⚖️ | 4,0 | 34% |
| goebharter.com | 5,0 | ⚖️ | 4,0 | 3% |
| auftraege.fertigung.de | 4,0 | 🕐 | 3,0 | 9% |
| harry-roth.de | 4,0 | ⚖️ | 4,0 | 15% |
| bharatforge.eu | 4,0 | ⚖️ | 4,0 | 6% |
| part.solutions | 3,0 | ⚖️ | 3,0 | 3% |
Zeitfenster: Gibt an, ob die Anzeigen rund um die Uhr ⚖️, zu typischen Bürozeiten 🕒, oder nur Nachts 🌙 zu sehen waren. 🚫 bedeutet, dass nicht ausreichend Daten vorliegen, um das Zeitfenster zu bewerten.
Vorkommensquote: Ist ein Maß für die Präsenz des Werbetreibenden in den Google Anzeigen. Je mehr, desto aggressiver wirbt er.
Beispiel: 25 % bedeutet, dass dieser Werbetreibende in 25% aller Stichproben mit einer Anzeige vertreten war.
Medianposition: Ist ein Maß, wie weit oben auf der Google Ergebnisseite, die Anzeigen im Median zu sehen waren. Rang 1 ist ganz oben, Rang 8 ganz unten auf der Suchergebnisseite.
Device-Verteilung: Zeigt das Verhältnis von gefundenen Anzeigen des Werbetreibenden auf Desktop und Mobile-Geräten an. Desktop Klicks sind tendenziell wertvoller für B2B als mobile.
Sichtbarkeitsverteilung und Dominanzmuster
Auf den ersten Blick wirkt der Markt klar aufgeteilt: hubs.com ist bei 39 von 100 Suchanfragen sichtbar. Danach folgen iwr.onepage.me mit 21 von 100 und facturee.de mit 19 von 100. Zusammen decken die drei fast 80 Prozent der relevanten Sichtbarkeit ab.
Aber die Zahl allein erzählt nicht die ganze Geschichte.
Alle drei stehen typischerweise auf Position 5 – also im unteren Anzeigenblock. Das ist der Bereich, der erst nach den organischen Ergebnissen erscheint. Dort, wo die meisten Suchenden gar nicht mehr hinschauen. Bei hubs.com landen 68 Prozent der Einblendungen im unteren Block. Bei den anderen beiden sieht es ähnlich aus.
Hohe Sichtbarkeit im unteren Block ist etwas anderes als hohe Sichtbarkeit oben. Die Top 3 sind häufig da – aber nicht dort, wo die Klicks passieren.
Im oberen Block sieht das Bild anders aus. Dort mischen klassische Fertiger wie Gramatec (Medianposition 4), Ratiotechnik Milde (Medianposition 4) und sus-praezisionsteile.de (Medianposition 3) gleichberechtigt mit. Einige kleine Anbieter haben sogar bessere Durchschnittspositionen als die großen Plattformen.
Xometry.eu ist überraschend zurückhaltend. Für eine globale Plattform kommt sie nur auf 9 von 100 Suchanfragen – und schaltet ausschließlich zu Bürozeiten. In diesem Hauptcluster ist Xometry kein dominanter Player.
Zeitfenster: Fast alle Werbetreibenden sind ganztägig aktiv. Ausnahmen: Xometry.eu und auftraege.fertigung.de werben nur zu Bürozeiten. Das bedeutet: Abends und am Wochenende fehlen diese beiden komplett. Ob das eine bewusste Entscheidung ist oder ein übersehener Hebel, lässt sich von außen nicht beurteilen.
Plattformen vs. klassische Fertiger: Sechs der 16 sichtbaren Werbetreibenden sind Plattformen (hubs.com, facturee.de, xometry.eu, MakerVerse, assemblean, part.solutions). Aber sie teilen sich den Markt mit zehn klassischen Fertigern und einem Vermittlungsportal. Im oberen Block sind die Verhältnisse noch ausgeglichener.
Was bedeutet das für dich: Wenn du als mittelständischer Fertiger auf dieses Cluster schaust und denkst „Da ist kein Platz mehr“ – die Daten zeigen etwas anderes. Die Plattformen sind zwar häufig sichtbar, aber viele von ihnen stehen unten. Im oberen Block, wo die Klicks tatsächlich passieren, ist das Feld offen. Kein einzelner Anbieter dominiert dort mit Abstand.
Wie wird geworben? (Anzeigeninhalte & Botschaften)
Inhaltliche Kategorien in den Anzeigen
Das Anzeigenbild in diesem Cluster lässt sich in fünf Hauptkategorien aufteilen.
Online-Fertigung und Plattformlogik ist die sichtbarste Kategorie. „Online-Fertigung für Frästeile“, „Teile online CNC Fräsen lassen“, „Online-Sofortangebote“, „Angebot in Sekunden“, „CAD-Datei hochladen“. Die Botschaft dahinter: Du musst dich um nichts kümmern – hochladen, klicken, fertig. Genutzt wird das vor allem von den Plattformen: hubs.com, Facturee, Xometry, MakerVerse.
Preis und Geschwindigkeit ist die zweite große Säule. „Günstig, Pünktlich, Richtig“, „Leichter, Schneller, Günstiger“, „Blitzschnelle CNC-Lieferung“, „Dein CNC-Teil in Rekordzeit“. Und in den Beschreibungen: „Schnelle Herstellungszeit“, „1-5 Tage Fertigungszeit“, „Expresslieferung auf Wunsch“. Die implizite Botschaft: Wir sind am schnellsten und billigsten. Genutzt von Plattformen und klassischen Fertigern gleichermaßen.
Leistung und Technik kommt als dritte Kategorie. „CNC-Großteilbearbeitung“, „bis 35 t“, „CNC-Fräsen bis 5-Achsen“, „Toleranzen bis zu 0.020 mm“, „29 Metalle & Kunststoffe“. Hier geht es um technische Fähigkeiten. Genutzt vor allem von klassischen Fertigern wie Gramatec, Weber Mechanik und Ratiotechnik Milde – aber auch von hubs.com.
Qualität und Zertifikate tauchen regelmäßig auf. „ISO9001, FAI und CoC“, „DIN Zertifiziert“, „100% Liefertermintreue garantiert“, „Seit mehr als 100 Jahren“. Die Botschaft: Du kannst uns vertrauen. Als Trust-Signal nutzen das sowohl Plattformen als auch Fertiger.
Beziehung und Service ist die am schwächsten besetzte Kategorie. „Wirtschaftlich ab Stückzahl 1″, „Alle Ihre Teile aus einer Hand“, „Technische Beratung“, „Persönlicher Service“, „Ihr fester Ansprechpartner“. Die Botschaft: Wir kümmern uns persönlich. Genutzt fast ausschließlich von klassischen Fertigern.
Eine Sonderkategorie bildet auftraege.fertigung.de als einziger Vermittler, der sich explizit an Fertiger mit freien Kapazitäten richtet – also an die Angebotsseite statt an Einkäufer.
Was der Kunde sieht, wenn er sucht
Wer nach „CNC Lohnfertigung“ oder „Frästeile online“ sucht, bekommt ein erstaunlich gleichförmiges Bild. Die Mehrheit der Anzeigen betont denselben Mix: schnell, günstig, online, Sofortangebot.
Plattformen und klassische Fertiger sind aus Sicht des Suchenden kaum unterscheidbar. Beide versprechen kurze Lieferzeiten, faire Preise, Fertigung ab Stückzahl 1. Wer nur die Anzeigen liest, weiß nicht, ob dahinter eine Plattform mit 2.000 Partnerbetrieben steht oder ein 15-Mann-Betrieb aus dem Erzgebirge.
Was kaum jemand anspricht: Risiko. Prozesssicherheit. Was passiert, wenn etwas schiefgeht. Branchenspezialisierung. Langfristige Zusammenarbeit. Das sind Themen, die für einen Einkäufer oder Geschäftsführer in der Praxis oft entscheidend sind – aber im Anzeigenbild schlicht nicht vorkommen.
Es gibt einzelne Ausreißer. Gramatec positioniert sich über Großteilbearbeitung bis 35 Tonnen – eine klare technische Nische. Bharat Forge betont Erfahrung in Automobil- und Luftfahrttechnik. Aber das sind Einzelfälle.
Wenn alle mit denselben Versprechen werben – schnell, günstig, einfach – dann entscheidet nicht die Botschaft über den Klick. Dann entscheidet die Position. Und die Position kostet Geld.
Was bedeutet das für dich: Wenn du als Werbetreibender in dieses Cluster einsteigst und einfach „schnell, günstig, ab Stückzahl 1″ als Anzeigentext verwendest, landest du in einem Feld, in dem alle gleich klingen. Du konkurrierst dann über Budget und Position – nicht über Relevanz. Wenn du dagegen klar sagst, was du kannst und für wen, hast du einen Vorteil, den die meisten hier nicht nutzen.
Konsequenzen für Werbetreibende, die über Fräsen/Lohnfertigung Leads holen wollen
Marktumfeld & Rolle des Keywords
Dieses Cluster ist der Hauptmarkt. „CNC Bearbeitung“, „CNC Lohnfertigung“, „CNC Fräsen lassen“, „Frästeile online“ – das sind die Suchbegriffe, über die der größte Teil der Google-Ads-Nachfrage im Fräsen-Bereich läuft. 16 Keywords, zusammen rund 3.700 Suchanfragen pro Monat. Kein Mengenproblem.
Hinter diesen Suchbegriffen steckt eine breite Leistungsintention. Wer „CNC Bearbeitung“ sucht, kann Fräsen meinen, Drehen, Schleifen, Baugruppen, Einzelteile oder Serienproduktion. Das macht das Cluster mächtig – aber auch unscharf.
Dieser Report ist aus einer bestimmten Perspektive geschrieben: Du willst über diese Keywords direkt Neukunden gewinnen.
Chancen: Trotz sichtbarer Plattformen ist der Markt bespielbar. Klassische Fertiger sind stabil sichtbar, einige mit besseren Positionen als die großen Plattformen. Der obere Anzeigenblock ist nicht zubetoniert. Wer hier mit einer ordentlichen Kampagne einsteigt, kann sofort sichtbar werden.
Das Gesamtvolumen von 3.700 Suchanfragen pro Monat reicht für eine eigenständige Kampagne. Die CPCs liegen im Schnitt zwischen 6 und 35 Euro – hoch genug als B2B-Signal, aber nicht so hoch, dass ein Test unbezahlbar wäre.
Risiken: „CNC Bearbeitung“ als Hauptkeyword mit 880 monatlichen Suchen ist extrem breit. Wer nur Fräsen anbietet, aber nicht Drehen, Schleifen oder Baugruppen, bekommt über diesen Begriff viele Anfragen, die nicht passen.
Auch „Lohnfertigung CNC“ oder „CNC Lohnfertigung“ sind Oberbegriffe, die alles von der Einzelteilfertigung bis zur Großserie abdecken. Wenn dein Angebot nur einen Ausschnitt davon bedient, sind Streuverluste fast unvermeidlich.
In solchen Fällen können spezifischere Keywords sinnvoller sein – „5-Achs-Fräsen“, „CNC Fräsen Edelstahl“ oder „Großteilbearbeitung“. Dieses Cluster ist dann eher Begleitmusik als Hauptkampagne.
Was bedeutet das für dich: Wenn dein Betrieb fachlich einen großen Teil der Fräsen-Intention abdeckt – Drehen, Fräsen, Schleifen, Einzel- bis Kleinserie – dann ist dieses Cluster dein Hauptspielfeld. Wenn du nur eine Nische bedienst, teste lieber mit spezifischeren Keywords und nimm die breiten Begriffe ergänzend mit.
Wettbewerb um Aufmerksamkeit (Anzeigen & Wahrnehmung)
Die meisten Anzeigen in diesem Cluster betonen Preis und Geschwindigkeit. Kaum jemand spricht über Risiko, Prozesssicherheit oder Branchenfokus.
Chancen: Genau darin liegt der Hebel. Themen wie Branchenspezialisierung, Prozesssicherheit, spezielle Materialien oder langfristige Zusammenarbeit sind im Anzeigenbild unterrepräsentiert – obwohl sie für Einkäufer und Geschäftsführer in der Praxis oft wichtiger sind als der reine Preis.
Wer in seiner Anzeige klar sagt, für welche Branche er fertigt oder welches spezielle Problem er löst, fällt sofort auf. Nicht weil die Anzeige besonders kreativ wäre – sondern weil alle anderen gleich klingen.
Ein Beispiel: „CNC-Fräsen für Medizintechnik – ISO 13485 zertifiziert“ ist in diesem Anzeigenbild ein Ausreißer. Nicht weil es genial formuliert ist, sondern weil kein anderer so etwas sagt.
Auch der Unterschied „persönlicher Ansprechpartner“ vs. „Online-Upload-Plattform“ ist ein Differenzierungshebel, den kaum jemand nutzt. Für einen Einkäufer, der ein komplexes Bauteil braucht und Rückfragen hat, ist das ein echtes Argument.
Risiken: Wer denselben generischen Stil übernimmt – „schnell, günstig, ab Stückzahl 1″ – kauft sich Klicks in einem Preisvergleichsfeld. Der Suchende hat dann vier Anzeigen vor sich, die alle dasselbe versprechen, und klickt auf die, die oben steht. Oder auf alle vier. In beiden Fällen entscheidet das Budget, nicht die Botschaft.
Besonders riskant ist es, wenn mittelständische Betriebe die Sprache der Plattformen kopieren. „Online bestellen“, „Sofortangebot“, „Angebot in Sekunden“ – das klingt nach Plattform. Wenn ein 20-Mann-Betrieb so wirbt, verwischt der Unterschied zu hubs.com. Die eigenen Stärken – Nähe, Beratung, Spezialisierung – werden unsichtbar.
Wer seine echten Stärken nicht sichtbar macht, verzichtet freiwillig auf Differenzierung. Und konkurriert dann auf dem einzigen Feld, das übrig bleibt: dem Preis.
Was bedeutet das für dich: Bevor du eine Anzeige schaltest, stell dir eine Frage: Was steht in meiner Anzeige, das in keiner anderen Anzeige in diesem Cluster steht? Wenn die Antwort „nichts“ ist, wirst du über den Preis verglichen. Das kann funktionieren – wenn du das Budget hast. Wenn nicht, brauchst du eine Botschaft, die anders klingt als der Rest.
Anforderungen & Stolpersteine auf Seiten der Werbetreibenden
Google Ads in diesem Cluster zu schalten ist kein Hexenwerk. Aber es erfordert ein Minimum an Vorbereitung. Ohne die wird es teuer.
Was du auf der Angebotsseite brauchst: Klarheit darüber, welche Kunden du willst und welche nicht. Das klingt banal, ist es aber nicht. In einem Cluster, das von „CNC Bearbeitung“ über „Frästeile online“ bis „Lohnfertigung Metallbearbeitung“ reicht, kommen Anfragen aus allen Richtungen. Wer keine klare Vorstellung hat, was er annimmt und was nicht, reagiert auf jede Anfrage gleich – und verliert Zeit mit Projekten, die nie passen.
Was du im technischen Setup brauchst: Conversion-Tracking ist Pflicht. Mindestens: abgeschickte Formulare und Telefon-Klicks. Ohne das weißt du nicht, welche Keywords Anfragen bringen und welche nur Geld verbrennen. Bei einem so breiten Cluster wie diesem lohnen sich zusätzlich Micro-Conversions – zum Beispiel Aufenthaltsdauer oder Klicks auf technische Detailseiten. Die helfen Google zu verstehen, welche Besucher ernsthaftes Interesse haben.
Eine dedizierte Landingpage, die das Keyword-Thema aufnimmt, ist die Grundlage. Nicht die Startseite. Nicht die allgemeine „Über uns“-Seite. Eine Seite, die dem Suchenden zeigt: Du bist hier richtig, wir machen genau das, was du suchst.
Was du im Vertriebsprozess brauchst: Schnelle Reaktion auf Anfragen. Ein klares Vorgehen bei der Qualifizierung: Passt das Projekt? Können wir das? Wollen wir das? Und einen Plan fürs Nachfassen bei qualifizierten Leads, die nicht sofort bestellen.
Chancen: Wer diese Basics hat – Tracking, Landingpage, Lead-Prozess – kann in diesem Markt schnell testen und optimieren. Der hohe Anteil an Wettbewerbern im unteren Anzeigenblock zeigt: Viele investieren in Sichtbarkeit, aber nicht in Prozessqualität. Wer beides hat, hat einen strukturellen Vorteil.
Risiken: Ohne Tracking, ohne fokussierte Landingpage und bei breiter Suchintention wird es teuer. Jeder Klick kostet in diesem Cluster zwischen 6 und 35 Euro. Wenn davon 70 Prozent auf einer generischen Seite landen und ohne Anfrage wieder gehen, rechnest du schnell gegen 100 bis 200 Euro pro qualifizierter Anfrage – und deutlich mehr, wenn die Landingpage nicht überzeugt.
Die Kombination aus schwachem Setup, unklarem Angebot und breiter Suchintention ist in diesem Cluster besonders riskant. Nicht weil der Markt zu hart wäre, sondern weil die Streuverluste bei diesen Klickpreisen direkt spürbar werden.
Was bedeutet das für dich: Fang nicht mit dem Budget an. Fang mit der Frage an: Habe ich eine Landingpage, die zum Keyword passt? Weiß ich, welche Anfragen ich will? Kann ich messen, was funktioniert? Wenn du dreimal mit Ja antworten kannst, ist ein Test mit überschaubarem Budget realistisch. Wenn nicht, investiere zuerst in die Grundlagen – bevor du Geld für Klicks ausgibst.
Spannungsbild: Unter welchen Bedingungen kann sich Werbung lohnen?
Ein aktiver Einstieg über dieses Cluster ist eher sinnvoll, wenn:
- Dein Betrieb fachlich einen großen Teil der CNC-Fräsen-Intention abdeckt – nicht nur eine Nische, sondern Drehen, Fräsen, Schleifen, Einzelteile bis Kleinserie.
- Du eine dedizierte Landingpage hast, die das Thema CNC-Lohnfertigung klar aufnimmt und dem Suchenden zeigt, was du kannst.
- Conversion-Tracking eingerichtet ist – mindestens Formularabschlüsse und Telefonklicks.
- Du dich in deiner Anzeige klar von der Plattform-Logik absetzt – über Spezialisierung, Beratung, Branchenfokus oder persönlichen Ansprechpartner.
- Ein Testbudget für mindestens 2-3 Monate verfügbar ist, ohne kurzfristige ROI-Erwartung. Bei Klickpreisen in dieser Höhe braucht eine Kampagne Zeit, um Daten zu sammeln und zu lernen.
Es ist sinnvoll, sehr vorsichtig zu sein oder nur defensiv zu testen, wenn:
- Dein Angebot nur einen kleinen Ausschnitt der Intention abdeckt – zum Beispiel nur Drehen, kein Fräsen. Dann sind spezifischere Keywords die bessere Wahl.
- Keine dedizierte Landingpage vorhanden ist und der Traffic auf der Startseite oder einer allgemeinen Leistungsseite landet.
- Intern kein strukturierter Umgang mit Anfragen existiert – keine klare Qualifizierung, kein definierter Prozess für Rückrufe oder Angebotserstellung.
- Das Budget nicht für eine sinnvolle Testphase reicht. Bei CPCs zwischen 6 und 35 Euro sind 500 Euro im Monat für dieses Cluster zu knapp, um belastbare Daten zu gewinnen.
Häufige Fragen
Was kostet ein Klick im Bereich CNC-Fräsen und Lohnfertigung?
Die Klickpreise liegen zwischen 6 und 35 Euro, je nach Keyword. Die klassischen Lohnfertigung-Keywords kosten im Bereich 9 bis 13 Euro. Die „Online“-Keywords wie „Frästeile online“ oder „CNC Teile online“ sind mit 27 bis 35 Euro deutlich teurer – hier bieten die Plattformen aggressiv.
Was kostet eine qualifizierte Anfrage über CNC-Fräsen-Keywords?
Bei einer realistischen Conversion-Rate von 3 bis 8 Prozent und einem durchschnittlichen CPC von rund 15 Euro liegst du bei 190 bis 500 Euro pro Anfrage. Wie viele davon tatsächlich qualifiziert sind, hängt von deiner Landingpage, deiner Zielgruppenschärfe und der Breite des Keywords ab.
Kann ich im CNC-Fräsen-Markt neben hubs.com und Facturee überhaupt bestehen?
Ja. Die Daten zeigen, dass beide Plattformen überwiegend im unteren Anzeigenblock stehen. Im oberen Block – dort wo die meisten Klicks passieren – sind klassische Fertiger mit Medianpositionen zwischen 3 und 4 genauso sichtbar. Der Markt ist offen.
Muss ich bei CNC-Fräsen und Lohnfertigung ganztägig werben?
Nicht zwingend. Fast alle Wettbewerber in diesem Cluster werben ganztägig. Xometry und auftraege.fertigung.de nur zu Bürozeiten. Ob du damit Budget sparst oder relevante Anfragen verpasst, hängt davon ab, wann deine Zielgruppe sucht. Das lässt sich testen.
Welche Keywords sind im CNC-Fräsen-Cluster am wichtigsten?
„CNC Bearbeitung“ hat das meiste Volumen (880/Monat), ist aber auch am breitesten. „CNC Lohnfertigung“ (480/Monat) und „Lohnfertigung Fräsen“ (390/Monat) sind konkreter. Für den Einstieg sind die spezifischeren Keywords oft die bessere Wahl, weil die Streuverluste geringer sind.
Brauche ich für CNC-Fräsen eine eigene Landingpage?
Ja. Eine Startseite mit „Willkommen bei Firma XY“ reicht nicht. Der Suchende hat gerade „CNC Fräsen lassen“ eingegeben. Er will wissen: Können die das? Wie schnell? Für welche Stückzahlen? Wie anfragen? Wenn deine Seite diese Fragen nicht in den ersten Sekunden beantwortet, ist der Klick verloren – und das Geld auch.